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Altersvorsorge – Alles was Sie wissen musst
8. Dezember 2019
richtig Geld investieren

Geld investieren - Alles was Sie wissen müssen


Die deutschen Bürger legen relativ konstant mehr als 9% ihres Einkommens regelmäßig für die Zukunft zurück. Dabei ist das Tagesgeld und das Festgeld sehr beliebt, hier möchten die Deutschen ihr zurückgelegtes Geld investieren. Doch kann man ein Sparbuch als Investment bezeichnen? Die durchschnittliche Verzinsung von unter 0,1% ist ein sehr geringer Wert. Das Girokonto mit durchschnittlich 0,16 % p.a. sieht nicht wirklich besser aus.

Hier kommt unser nächstes Problem: die Inflation.

Die Inflation hat 2018 1,8% betragen, das heißt als Anleger sollte man auf jeden Fall versuchen mehr als 1,8% aus seiner Anlage zu schöpfen und nicht darunter zu liegen. Wir merken: Tagesgeld, Festgeld oder ähnliche Anlageklassen können in der heutigen Zeit keine rentablen Anlageformen mehr sein.

Doch wenn wir schon keinen Sparplan in ein Tagesgeldkonto mehr ansparen - worin aber sollen die Deutschen ihr Geld investieren? Pauschal kann man das natürlich nicht sagen, es gibt nicht nur „den einen Weg“.

Um in die komplexe Materie etwas tiefer einzudringen, beschäftigt sich dieser Beitrag mit den großen Schlagworten und Begriffen innerhalb des Vermögensaufbaus. Wir gehen in diesem Blog auf unterschiedliche Anlageformen und Anlageklassen ein, den richtigen Anlagebetrag und heutige Möglichkeiten gute Zinssätze bei Sparplänen und Einmalbeiträgen zu finden.


Was ist ein Aktienfonds?

Ein Aktienfonds ist ein Investmentfonds, der ausschließlich oder zum überwiegenden Teil in Aktien investiert. Die verschiedenen Aktien können z.B. wirtschaftliche Bereiche zusammenfassen, spezielle geografische Regionen abdecken oder einen bestimmten Börsenindex abbilden.


Wie funktioniert ein Aktienfonds?

Ein Investmentfonds sammelt Geld vieler Anleger, quasi in einem großen „Topf“, um damit bestimmte Anlageziele nach genau definierten Richtlinien zu erreichen. Dadurch hat der Investor den Vorteil, dass er selbst mit einem geringen Anlagebetrag Chancen und Risiken gleichzeitig über verschiedene Anlagen und Anlageklassen streuen kann. Das professionelle Fondsmanagement übernimmt für den Investor die Investmententscheidung.
Die Renditeerwartung bei Aktien ist von allen traditionellen Anlageformen am höchsten, entsprechend aber auch das Risiko. Die Besonderheit eines Investmentfonds ist, dass es sich bei den Anlagebeträgen im Vergleich zu einem Tagesgeldkonto um ein Sondervermögen handelt, das treuhänderisch von einer Depotbank verwahrt wird und vom Vermögen der Fondsgesellschaft rechtlich getrennt ist.


Unterschied zwischen passiven & aktiven Fonds

Die meisten Investmentstrategien auf den modernen Aktienmärkten sind aktiv, das heißt sie versuchen mehr Leistung zu bringen als der entsprechende Referenzmarkt selbst. Das erreicht man durch einen aktiven, professionellen Fondsmanager, der die Trends des jeweiligen Marktes analysiert, die Wirtschaft im Allgemeinen, sowie unternehmensspezifische Faktoren. Im Vergleich zu einer passiven Anlagestrategie ist aktives Fondsmanagement deutlich teurer aufgrund der höheren Managementgebühren und des Verwaltungsaufwandes.
Die passive Vermögensverwaltung (oder Indexing) basiert darauf, dass man in genau dieselben Wertpapiere investiert, die ein bestimmter Aktienindex beinhaltet (wie z.B. der S&P 500), möglichst auch in dem gleichen Verhältnis. Hier hat der Fondsmanager natürlich keine Entscheidungsmacht, welche Aktien in dein Portfolio kommen oder nicht, denn er versucht bestmöglich die Performance des Index abzubilden. Ziel des passiven Fondsmanagements ist es, die gleiche Performance zu erreichen wie der nachgeahmte Markt. Die Anleger der passiven Strategie profitieren durch den niedrigen Verwaltungsaufwand und die geringen Gebühren.
Aktienfondsvergleiche sind zwingend notwendig um den besten Aktienfonds zu finden, der natürlich aufgrund von verschiedenen Anlegerinteressen variiert und auf die jeweiligen individuelle Situationen maßgeschneidert werden muss.


Geld investieren: Welche Möglichkeiten sich dir bieten

Emerging Markets Fonds

Diese Fonds investieren in Aktien oder Anleihen aus Schwellenländern. Ein Schwellenland ist ein Staat, der traditionell noch zu den Entwicklungsländern gezählt wird, aber nicht mehr deren typische Merkmale aufweist und meist durch einen starken Gegensatz zwischen Arm und Reich geprägt wird. Sie weisen hohe Wachstumsraten und hohe Chancen an den Börsen auf, bergen aber auch höhere wirtschaftliche und politische Risiken. Schwellenländer sind z.B. Thailand, Malaysia, Äthiopien, Ungarn, Polen, Litauen, Ukraine und Mexiko. (Stand 2019 gibt es 150 kategorisierte Schwellenländer)


Nachhaltige Fonds

Mit einem nachhaltigen Fonds wollen Anleger nicht nur Rendite erzielen. Sie möchten vor allem eine Geldanlage, die bestimmte ökologische, soziale und ethische Richtlinien erfüllt. Je nach dem Grad der Nachhaltigkeit des Fonds sind Themen wie Kinderarbeit, Diskriminierung, Klimaschädliche Investitionen u.v.m. kategorisch verboten.


Frontier Markets

Wer in Frontier Markets investiert, investiert in kleinere Länder und Aktienmärkte. Die dortigen Aktienmärkte sind entweder riskanter, kleiner oder illiquider als in den Schwellenländern. Für Ihren Vermögensaufbau kann eine Beimischung in Ihrem Portfolio sich jedoch lohnen! Seit 2003 wächst die Wirtschaft jährlich um einen Zinssatz von mehr als 6 Prozent. Nigeria ist eines der schillerndsten Beispiele für die Gruppe der Frontier Markets.


Exchange Traded Funds

ETFs (Exchange Traded Funds) sind passive Fonds auf verschiedenen Indizes. Daher werden sie in Deutschland auch als Indexfonds bezeichnet. ETFs spiegeln den jeweiligen Index nahezu 1:1 wieder.
Ziel ist die Abbildung der Wertentwicklung des zugrunde gelegten Index (z.B. DAX). Die Anleger erwerben mit dem ETF ein Wertpapier, das den Index nachbildet und partizipieren so an der Wirtschaftsentwicklung ganzer Märkte (z.B. mit einem DAX- ETF an der deutschen Wirtschaft, MSCI-World Index mit über 1600 Unternehmen - an der weltweiten Wirtschaft).
Ihren Anlagebetrag in ETFs zu investieren ist im Vergleich zu Investitionen in Einzelwerte und in traditionelle Fonds günstiger. Der Aufbau solch einer Anlageform im Portfolioist sinnvoll, um weltweit an verschieden Anlagewerten zu partizipieren und dennoch eine sinnvolle Risikostreuung zu erreichen. Um ETFs zu kaufen braucht man deutlich weniger verfügbares Geld, als für den Kauf einzelner Aktien. Grundsätzlich können Anleger schon ab 25 € im Monat ETFs erwerben. Jeder gesparte Euro kommt dem Vermögensaufbau zu Gute.
Je nach Ihrer eigenen Risikoadjustierung ist ein Anlagehorizont von 5 Jahren - oder mehr optimal. Wenn Sie Ihr Geld in ETF investieren wollen, raten wir Ihnen ebenso zu einer professionellen Beratung, da es viele Punkte zu betrachten gibt, selbst vor allem bei einem ETF-Vergleich.


Depot - Das braucht man zum Investieren

Ein Depot dient der Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren. Früher hat der Käufer nach dem Erwerb eines Wertpapiers eine physische Urkunde erhalten. In ihr waren alle Informationen zur Aktie verbrieft. Durch die Digitalisierung und auch durch die zeitliche Komponente gibt es heute nur noch in den seltensten Fällen eine Urkunde. Daher werden die erworbenen Wertpapiere im Depot hinterlegt und können digital eingesehen werden.

Die Laufzeit eines Depots, genau wie innerhalb des Tagesgeldkontos, ist nicht festgelegt. Sie können Ihren Anlagebetrag frei wählen und die Laufzeit Ihres Depots ebenso.

Wenn Sie Aktien oder andere Wertpapiere kaufen wollen, platzieren Sie Ihre Kauf oder Verkaufsorder über Ihr Depot. Die depotführende Bank führt diese Order als Broker über ein Verrechnungskonto für Sie aus. Sie kauft oder verkauft in Ihrem Auftrag Wertpapiere über die Handelssysteme der jeweiligen Börsen.

Je nach Anlageklasse und Sparplan kann der Zinssatz der Rendite in diversen Depots sehr unterschiedlich sein.


Fazit

Wie Sie sehen ist das Thema “Vermögensaufbau“ komplexer als es zuerst erscheint. Deshalb sollten Sie vor dem Kauf gründlich abwägen, was Sie möchten und danach zu dem Berater Ihres Vertrauens gehen.

Wir von der InVertas, als unabhängiger Finanzdienstleister, legen viel Wert auf eine ehrliche, ausführliche und transparente Beratung. Dabei beachten wir stets Ihre aktuelle Situation und Ihren finanziellen Kenntnisstand. Zudem berücksichtigen wir neben der individuellen Auswahl Ihrer Investmentstruktur auch die steuerlichen Möglichkeiten innerhalb Ihres Vermögensaufbaus.



Photo by Sabine Peters on Unsplash

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